Familien-Chronik PDF Drucken E-Mail

 
 

Die Familie des langjährigen Vorsitzenden des Oldenburger Schaustellerverbandes hat - wie die meisten anderen Familien auch - tiefgehende Wurzeln im traditionellen Schaustellermilieu. Wilhelm Strothenke, und dessen Eltern, Großeltern und Urgroßeltern bilden die familiäre Wurzel von Karl-Heinz Hempens Ehefrau Hannelore.

Anna und Reinhold Hempen sen. waren seine Eltern, die natürlich auch den Schaustellerberuf ausübten. Sie reisten schon in den 20er Jahren mit einer großen Verkaufsbude für Honigkuchen und Zuckerwaren im Oldenburger Land. So wuchs auch Karl-Heinz ebenso wie sein Bruder Reinhold von klein auf in den Schaustellerberuf hinein.

Die eigene geschäftliche Karriere begann nach der Hochzeit mit seiner Hannelore auch mit einer Kuchenbude - "Hempen's süße Sachen" - 1952 in Oldenburg. Das Geschäft war damals selbst gebaut und hatte schon ein schmuckes Aussehen.
Ein Jahr später kam bereits eine zweite Kuchenbude und das erste Kinderkarussell dazu, das man vom Schwiegervater Strothenke kaufen konnte.



Ende der 50er Jahre trennte man sich von einer Kuchenbude und erwarb 1958 die Schnellbahn "Wellenreiter". Unter dem Motto: "Fahr froh und heiter Wellenreiter" ging es dann "rund" und erfolgreich weiter.
Das Kinderkarussell wurde als zweites Geschäft daneben weiterbetrieben, bis es später an Bruder Reinhold verkauft wurde.
1961 stieg Karl-Heinz Hempen dann erstmals ins Skooter-Geschäft ein, als er den 24säuligen Skooter von Hannelore Hempens Vater übernahm. Es war ein arbeitsaufwendiges schweres Geschäft aus Eisen ohne die heutige Hydraulik und leichten Aluminium-Bauelemente. Der Auf- und Abbau verlangte vier ständige Mitarbeiter und jeweils drei Aushilfen. Allein schon das Verlegen der Stahlbodenplatten der Skooterfahrbahn war "Knüppelarbeit".

Nun reisten die Hempens mit Wellenreiter und Skooter. Der wurde nach zwei Jahren gegen einen neueren, aber auch gebrauchten 6-Säulen-Skooter ausgetauscht.



Ab 1968 war dann ein "Hully Gully" das neue Rundfahrgeschäft neben dem Skooter, der immer mehr zum Hauptgeschäft und Markenzeichen der Hempens wurde. Das erste fabrikneue Fahrgeschäft gab es 1970. Es war ein 8-Säulen-Skooter der renommierten Herstellerfirma Mack. 1989 folgte dann der vierte Autoskooter, ein modernes 2-Säulen-Geschäft mit hydraulischer Einrichtung und leichtern Bauelementen aus Aluminium. Dieser Skooter ist heute noch aktuell und wird vom Sohn Karl-Heinz jun., auf den angestammten Plätzen in und um Oldenburg selbstständig betrieben.

Das zeigt, die nächste Generation ist ebenfalls voll im Einsatz und reist mit eigenen Geschäften. Sohn Karl-Heinz jun. - wie erwähnt - mit dem Skooter, Tochter Hannelore (Schmidt-Hempen) mit dem Ausschank-Geschäft "Bauerndiele" und Tochter Siegrid (Hempen-Kramer) mit "Käsekate".